ReiseberichteSeychellen 2017

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Trauminseln im Indischen Ozean

Mahé, Praslin und La Digue sind Teil der Inner Islands der Seychellen und lassen sich ideal auf einer (Tauch-)reise kombinieren. Absolute Traumstände, seltene Tier- und Pflanzenarten und abwechslungsreiche Tauchgebiete sind nur einige der Highlights, an denen sich unsere Nadine im November 2017 erfreuen konnte.

Haben Sie Fragen zu Tauchreisen auf die Seychellen? Dann schreiben Sie uns gerne eine Nachricht über unsere Kontaktseite. Für ein unverbindliches, individuelles Reiseangebot senden Sie uns einfach eine Reiseanfrage.

Mahé - Korrines Cottage und Josies Cottage

Erste Station meiner Seychellen-Rundreise ist die Hauptinsel Mahé, dort habe ich zunächst in Korrines Cottage in der wunderschönen Beau Vallon Bucht eingecheckt. Die Unterkünfte Korrines Cottage und Josies Cottage gehören zusammen und liegen auf einer Anhöhe über der Bucht – Traumausblicke sind hier garantiert! Der Weg hinunter in die Bucht, zur Tauchbasis der Ocean Dream Divers und diversen Shops und Restaurants dauert nur ca. 10 min. Völlig übermüdet aber happy bin ich natürlich sofort am Riff, welches der Tauchbasis vorgelagert ist, schnorcheln gegangen. Zahlreiche bunte Fische und ein großer Igelrochen haben mich direkt auf den Seychellen willkommen geheißen.

Am Abend hat Josie lecker für alle gekocht (Fisch, Salate, Reis und Oktopuscurry – typisch creolisch eben); man merkt richtig, dass die Gäste hier richtig in die Familie rund um Josie integriert werden. Die beiden Apartmenthäuser – ideal geeignet für Selbstversorger, zahlreiche Einkaufsmöglichkeiten gibt es in der nahen Umgebung, können wir sehr empfehlen. Morgen steht der erste Tauchtag mit den Ocean Dream Divers auf dem Programm, mal schauen, was ich zu sehen bekomme..

Weitere Informationen zu den Unterkünften finden Sie unter folgenden Links: Korrines Cottage & Josies Cottage

SEZ Reisebericht Mahe
SEZ Reisebericht Mahe 1

Tauchen auf Mahé mit den Ocean Dream Divers

Der erste Tauchgang auf den Seychellen war direkt ein echtes Hailight für mich! Ein gut drei Meter langer Bogenmund Gitarrenrochen ist ganz nahe, langsam an den Tauchern vorbeigeschwommen – ich war ganz aus dem Häuschen, festgehalten wurde das Ganze von Rudy McEnergy.

Morgens um 6 Uhr bin ich aus dem Bett gefallen und da ich am Vortag in Mike’s Store, direkt an der Basis der Ocean Dream Divers einkaufen war, konnte ich mein Frühstück entspannt auf der Terrasse mit Traumblick über die Beau Vallon Bucht genießen. Danach ging es los zum Tauchen. An der Basis angekommen wurde ich von Sharon nett empfangen und eingecheckt. Nachdem alle 12 Taucher da waren schnappte sich jeder seine persönlichen Sachen, denn das restliche Equipment befand sich bereits zusammengebaut an Bord – was für ein Service! Mit dem Speedboot ging zum ersten Tauchgang der two tank Ausfahrt (jeden Tag gibt es morgens eine two tank Ausfahrt und Nachmittags einen weiteren Tauchgang) nach Brissare Rocks, gelegen zwischen Mahé und Praslin. Dort gibt es eine große Granitformation, die sich unter Wasser bis auf ca. 18 m runter zieht. Schon beim Abtauchen kam der erste Federschwanz-Stechrochen vorbei. Während man gemütlich um die Formation taucht, schwimmt man in enormen Schnapperschwärmen, in den Felsspalten liegen schlafende Weißspitzenriffhaie und Adlerrochen ziehen gemächlich vorbei. Krönung war der bereits erwähnte Gitarrenrochen.

Nach dem spektakulären ersten Tauchgang ging es ca. 20 min zurück zum Jetty, wo die Tanks für den zweiten Tauchgang geladen wurden. Während des kompletten Ausflugs wurden Wasser und Kekse gereicht. Der nächste Tauchgang fand an den Two Barges Wrecks statt – genau, zwei Wracks in nur einem Tauchgang stehen hier auf dem Programm! Sie wurden 1989 für Taucher versenkt und sind schon beeindruckend bewachsen. Das erste Wrack liegt auf ca. 16 m, das zweite auf ca. 22 m. Peitschenkorallen und Krustentiere überall, viele Schnecken aller Arten, Steinfische und Drachenköpfe wo man nur hinsieht. Die Wracks sind voller kleiner weißer Muränen und mit Glück liegen unter dem Kiel Stechrochen oder Gitarrenrochen. An den Wracks finden auch Nachttauchgänge statt. Zurück an der Basis gab es leckeren Kaffee und der „Fang des Tages“ wurde im Logbuch festgehalten. Danach ging es schnell zum Take-Away, ein leckeres creolisches Mittagessen holen. Am Abend ging es zum Dinner in das von Josie und Korrine empfohlene La Perle Noire – Reservierung unbedingt notwendig, grandioses Essen!

Weitere Infos zur Tauchbasis finden Sie hier: Ocean Dream Divers

Heute tue ich es diesen gemütlichen Gesellen gleich und lasse es ruhig angehen. Es hat vergleichsweise viel geregnet, aber selbst bei Regen ist es auf Mahé angenehm warm -und da die Luftfeuchtigkeit bei ca. 90% liegt, macht der Regen auch kaum einen Unterschied, eigentlich ist man immer nass.

Zusammen mit den Ocean Dream Divers habe ich einen weiteren Tauchgang unternommen und bin zum Lighthouse Spot gefahren. Auch hier findet man enorme Granitformationen, die sich unter Wasser fortsetzen. Auf gut 15 Metern taucht man gemütlich an den Felsen entlang, Riff immer linke Schulter. Schon kurz nach dem Abtauchen sind wir in einem riesigen Makrelenschwarm gelandet, geschätzt waren es hunderte. Nachdem ich rund 10 min lag mit meinen neuen Freunden meine Kreise gezogen habe, ging es weiter. Da El Niño die Seychellen mehrfach getroffen hat, das letzte Mal vor rund einem Jahr, gibt es leider an einigen Spots wenig lebende Korallen. Die Natur erholt sich, das braucht aber etwas Zeit. Derweil bestaunen wir den Fischreichtum und Arten, die ich vorher noch nie gesehen habe, z.B. riiiesige Büffelkopf-Papageienfische – fast so groß wie mein Tauchbuddy!

Carana Beach Hotel - Mahé

Geschmackvolles und luxuriöses Hotel, gleichzeitig nicht zu groß und mit entspannter Atmosphäre auf den Seychellen gesucht? Ich habe es gefunden! Das CaranaBeach wurde 2016 fertiggestellt und liegt im Norden von Mahé, an einem der schönsten Strände der Insel. Die 40 Chalets sind wunderbar in die tropische Vegetation integriert worden und liegen direkt am Wasser auf einer kleinen Anhöhe. Ich war begeistert von der traumhaften Lage und Ausstattung! Jedes Chalet verfügt über Meerblick und einen tollen Balkon, zu den weiteren Annehmlichkeiten zählen ein TV mit internationalen Kanälen, Safe, Espressomaschine, Wasserkocher, Bademäntel und Badeschlappen. Wlan ist im gesamten Hotel kostenfrei. Es gibt zwei Strände, einen kleinen privaten Strand und einen etwas größeren vor der Poolbar. Trotz der gehobenen Ausstattung laufen die Gäste hier ohne Schuhe und eine Kleiderordnung für die Mahlzeiten gibt es nicht – herrlich entspannt! Die Mahlzeiten werden im eleganten „Lorizon“-Restaurant eingenommen, natürlich mit Meerblick. Die Preise für Snacks und Getränke sind für dieses Hotel überraschend moderat, ungefähr deutsches Preisniveau. Fest steht, das CaranaBeach nehmen wir in unser Programm auf!

Mehr Informationen: Carana Beach Hotel

Praslin und das Vallée de Mai

Von Mahé bin ich nun auf die Insel Praslin weitergereist; die Überfahrt dauert mit der Schnellfähre nur eine Stunde. Eingecheckt habe ich im New Emerald Cove Hotel. Nach dem obligatorischen Schnorchelgang am Morgen (Schildkröten, Muränen, Fledermausfische…) habe ich das Vallée de Mai besucht, ein Nationalpark, der seit 1983 als Weltnaturerbe unter dem Schutz der UNESCO steht. Natürlich kann man Ausflüge zum Valleé de Mai im Hotel über diverse Agenturen buchen; oder aber man setzt sich für 5 Rupien (umgerechnet ca. 35 Cent) in den Bus und gönnt sich ein kleines Abenteuer – so wie ich. Die Busfahrten sind “interessant”; zu dem Linksverkehr kommt hinzu, dass die meisten Straßen nicht über seitliche Begrenzungen verfügen.

Am Nationalpark angekommen, kauft man ein Ticket für aktuell ca. 250 Rupien (ca. 24 €); wer möchte kann für 10 € extra einen Guide buchen, der einen ca. 1 ½ h durch den Park führt und Flora & Fauna erklärt. Ich fand das persönlich ganz hilfreich, da ich ca. drei Geckoarten und sieben Palmenarten nicht erkannt hätte.

Das Valleé de Mai ist ein wirklich beeindruckender Naturpark; das Besondere ist, dass niemand jemals Hand an den Park gelegt hat. Wenn z.B. Palmenblätter herunterfallen, bleiben sie einfach liegen und werden zu Kompost. Am wohl beeindruckensten ist die Coco de Mer, die Seychellenpalme – eine endemische Pflanzenart, die nur auf Praslin und Curieuse vorkommt. Sie trägt den größten Samen der Welt und die Palmen selbst (es gibt männliche und weibliche) werden bis zu 27 Meter hoch. Darunter stehen sollte man nicht allzu lange stehen, die Samen werden bis zu 18 kg schwer! Beobachten konnte ich auch den ebenfalls endemischen schwarzen Papagei, grüne Taggeckos und Riesengeckos. Aufgrund der enormen Luftfeuchtigkeit sollte man auf jeden Fall Trinkwasser und Moskitoschutz in der Tasche haben.

Übrigens: 50 % der Einnahmen des Parkes gehen in das Aldabra-Atoll, wo es zum Schutz der nur noch auf den Seychellen und den Galapagos Inseln lebenden Aldabra-Schildkröte eingesetzt wird. Sie galt auf den Seychellen lange Zeit als ausgestorbene Art; bis ein Gast zufällig eine Aldabra-Schildkröte während seines Urlaubs entdeckte. Forscher suchten daraufhin die Inseln ab und fanden noch mehr Exemplare. Man brachte sie in eine Aufzuchtstation auf die Insel Silhouette und mittlerweile gibt es wieder mehr als 100.000 Exemplare – mehr als Einwohner auf den Seychellen.

Le Duc de Praslin

Heute hat es mich weiter an die Westküste von Praslin gezogen. Auf Empfehlung eines anderen Hotelmanagers habe ich mir das Hotel Le Duc de Praslin angesehen, auch wenn dies gar nicht geplant war. Zum Glück bin ich dem Tipp nachgegangen und habe ein kleines Juwel entdeckt!

Es ist direkt am Strand gelegen, nur vier Fußminuten vom Octopus Diving Center entfernt. Das Le Duc de Praslin ist seit 30 Jahren in Familienbesitz und hat mit drei kleinen Gästezimmern angefangen. Mittlerweile hat der Sohn der Besitzerin die Leitung übernommen und 36 wundervolle Unterkünfte in verschiedenen Kategorien geschaffen. Durch die Zusammenarbeit mit einem Innenarchitekten und die spürbare Leidenschaft der beiden für Details, haben sie eine Oase der Gemütlichkeit und des Wohlfühlens erschaffen. Ich musste bei der Begehung des Hotels immer wieder staunend stehen bleiben, so viele liebevolle Kleinigkeiten gab es zu entdecken.

Alle Zimmer sind großzügig bemessen, durch das Spiel mit verschiedensten Farben hat jedes seinen eigenen Stil. Sie bieten 2×2 Meter große Betten, Klimaanlage, Safe, Nespresso-Maschine, Tee-Station, Telefon, Flat-TV mit internationalen Kanälen und im Bad findet man Produkte der Firma L’Occitane zur Benutzung vor. Von den drei guten Restaurants ist vorallem das Café des Arts hervorzuheben; es bietet ein erlesenes Speiseangebot und befindet sich direkt am Strand, der Ausblick ist grandios!

Das Le Duc de Praslin werden wir in unser Seychellen-Programm aufnehmen. Empfehlenswert ist es, das Hotel etwas weiter im Voraus zu buchen, da es – dank Ausstattung und Preis-Leistungsverhältnis – unheimlich viele Stammkunden hat.

Weitere Informationen finden Sie hier.

Das Beste zum Schluss

Die Strände auf den Seychellen sind einmalig schön; absolut besonders sind die Granitformationen – gepaart mit dem weißen Sand, den grünen Palmen und dem türkisenen Wasser entsteht eine echte Traumkulisse. Es ist wirklich schwer einen Strand als „den schönsten“ auszuwählen, da alle ihren eigenen Charme haben. Hier eine kleine Auswahl meiner Lieblingsstrände:
(Noch eine kleine Info am Rande: ALLE Strände der Seychellen gehören der Öffentlichkeit; deshalb nur keine Scheu, wenn der Strand den Ihr sehen wollt einem Hotel vorgelagert ist. Es ist jedem erlaubt die Hotels, selbst die absoluten Luxusunterkünfte, zu durchqueren, um an den Strand zu gelangen.)

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Anse Soleil auf Mahé
Dem Beachcomber Hotel, an der Westseite von Mahé vorgelegen, wird dieser eher kleinere, halbmondförmige Strand von Granitfelsen und tropischer Vegetation links und rechts umrahmt. Hier lassen sich atemberaubend schöne Sonnenuntergänge beobachten.

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Anse Royale auf Mahé
Dieser weitläufige Strand an der Ostküste von Mahé ist relativ bekannt und ein toller Spot zum Schnorcheln.

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Beau Vallon auf Mahé
Der Beau Vallon Beach ist einer der bekanntesten Strände der Hauptinsel. Wir würden besonders die rechte Seite mit ihren Granitformationen empfehlen; von dort ist der Sonnenuntergang traumhaft schön. Dem Beau Vallon Beach ist ein Riff vorgelagert, an dem man beim Schnorcheln einiges zu sehen bekommt.

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Anse Georgette auf Praslin
Versteckt hinter dem Golfplatz des 5 Sterne Resorts Constance Lemuria liegt dieser Traum von einem Strand! Der Sand ist hier so weiß, dass man zunächst regelrecht die Augen zusammen kneifen muss.

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Anse Lazio auf Praslin
Diesen Strand muss man sich als Individualreisender erarbeiten! Mit dem Bus fährt man bis Anse Boudin und läuft dann noch gute 20 Minuten über die Berge. Es lohnt sich – der weitläufige Anse Lazio besteht im Prinzip aus drei Stränden; einem großen und weiter links noch zwei kleineren. Fotografen ist zu empfehlen, diesen Strand so früh wie möglich am Morgen aufzusuchen, da er sehr beliebt ist und Fotos ohne Menschen darauf im weiteren Verlauf des Tages schwierig zu bekommen sind.

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Anse Source d’Argent auf La Digue
Der berühmteste aller Strände auf La Digue – auch hier ist der frühe Fotograf im Vorteil. Dieser Strand ist einer der meist fotografiertesten der Welt, und das zu Recht. Diese riesigen Granitformationen, durch die man teils durchlaufen kann und so von einem Strandabschnitt zum nächsten kommt, sind mehr als beeindruckend! Wer auf La Digue übernachtet und den Sonnenuntergang am Strand genießt kann beobachten, wie sich die Felsen oft atemberaubend rot färben. Aber auch tagsüber kann man sich an diesem Strand nicht satt sehen!

Zugabe - Die Seychellen unter Wasser

Traumhaft schön, das sind die Seychellen auch unter Wasser. Mein Buddy Juan Murillo hat uns noch einige Unterwasserbilder zukommen lassen – die möchten wir Ihnen natürlich nicht vorenthalten.

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