Kap Verden

Kap Verden

Kapverdische Inseln

Der afrikanische Inselstaat Kap Verde liegt im Zentralatlantik, rund 570 Kilometer vor der afrikanischen Westküste. Das Archipel besteht aus zehn größeren Inseln, wovon neun bewohnt sind, sowie aus fünf kleineren, unbewohnten Inseln mit einer Landfläche von etwas mehr als 4.000 Quadratkilometern. Die Hauptstadt des Inselstaats ist Praia auf der Insel Santiago. Sie ist das wirtschaftliche Zentrum des Landes und zählt rund 125 000 Einwohner. Insgesamt leben auf den Inseln rund 500 000 Menschen. Die Amtssprache der Parlamentarischen Demokratie ist Portugiesisch; die Nationalsprache ist das Kapverdische Kreol(/Crioulo).

1456 wurde das zu der Zeit noch menschenleere Land von portugiesischen Seefahrern entdeckt. Wenig später wurde hier von ihnen die erste „weiße Stadt“ Afrikas, heute Cidade Velha, erbaut. Erst 1975 erlangte Kap Verde seine Unabhängigkeit.

 

Insgesamt sind die Kapverdischen Inseln trocken, die Vegetation ist teilweise wüstenähnlich. Das Landschaftsbild wird geprägt durch trockene Grasflächen, großflächige Dattelhaine, ausgedehnte Stein- und Kiesfelder, Salzsümpfe und Dünen und erinnert oftmals an eine Wüstenlandschaft. Einige der Inseln vulkanischen Ursprungs sind sehr bergig. Zum Teil werden sie umsäumt von wahrlich paradiesischen Stränden, die das Herz von Strandurlaubern höher schlagen lassen.

Beliebt bei Reisenden sind insbesondere sieben der neun bewohnten Inseln. Ihr unverwechselbarer Charakter macht jede einzelne zu etwas Besonderem und geeignet für individuelle Urlaubsansprüche.

 

Die größte und zugleich bevölkerungsreichste Insel der Kapverden ist Santiago. Sie wartet mit einem Weltkulturerbe, dem einzigen palmengesäumten Sandstrand der Inseln sowie abwechslungsreichen Routen für Kletterer und Wanderer auf.

Die drei flachen Sandstrandinseln Boa Vista, Sal und Maio eignen sich ideal für Badeurlauber sowie für Taucher und Surfer. Alle drei werden gesäumt von kilometerlangen, traumhaft schönen Sandstränden und bieten eine abwechslungsreiche Unterwasserwelt. Boa Vista ist landschaftlich reizvoller als die ehemalige Salzinsel Sal. Maio bietet noch wirkliche Ruhe und Abgeschiedenheit.

Die Inseln Santo Antao, Fogo und Sao Nicolau eignen sich kaum für einen Bade- und Strandurlaub, sind jedoch bei Wanderern, Mountainbikern und Trekkingfans beliebt. So gilt insbesondere Santo Antao als die wohl spektakulärste Wanderinsel des gesamten südlichen Atlantiks.

Anreise

Von den großen Flughäfen in Deutschland (u.a. München, Düsseldorf, Köln-Bonn und Frankfurt) gibt es regelmäßige Direktflüge auf die Kapverdischen Inseln, insbesondere nach Boa Vista und Sal. Die Anreise kann also schnell und komfortabel erfolgen. Die Flugzeit der Direktflüge beträgt zumeist nur 6 – 8 Stunden.

Klima

Die Kapverden werden nicht ohne Grund oft als die Inseln „des ewigen Sommers“ beschrieben: Urlauber können sich auf rund 350 Sonnentage im Jahr freuen. Ganzjährig herrschen hochsommerliche Temperaturen, die mittleren Jahrestemperaturen schwanken zwischen 22 und 27 Grad. Januar und Februar sind die kühlsten Monate, aber auch im Winter fallen die Temperaturen i.d.R. nachts nicht unter 18 Grad. Im September und Oktober ist es am wärmsten. Das Klima ist heiß und trocken; nicht zuletzt durch die heiße Saharaluft, die vom Passat zu den Inseln getrieben wird. Vergleichbar ist das Klima mit dem der Kanaren. Für westafrikanische Verhältnisse ist das Klima auf den Kapverdischen Inseln jedoch mild. Zwischen August und November fällt der im Jahresverlauf meiste Niederschlag; als Regenzeit kann man die Monate aber keinesfalls bezeichnen. Somit sind die Kapverdischen Inseln ein ganzjähriges Reiseziel für Bade- und Strandurlauber.

Tauchen in Kap Verde

Die Wassertemperaturen sind das ganze Jahr über mit 22 bis 27 Grad für Taucher sehr angenehm. Die Wellen und Strömungen des Atlantik sorgen manchmal für etwas erschwerte Bedingungen. Jedoch gibt es auch viele geschützte Plätze rund um die Inseln, an denen auch Anfänger entspannt abtauchen können. Die beste Reisezeit für Taucher sind die Monate Juni bis November; hier nehmen die Winde ab und der Atlantik zeigt sich moderater.

Die Unterwasserflora- und Fauna ist typisch atlantisch. An den Tauchplätzen entlang der Küste trifft man verschiedenste Schwarmfische, Papageienfische, Doktorfische, Thunfische, Riffbarsche, Hummer und Langusten, Skorpionfische, Muränen, Oktopusse, Grundeln, verschiedene Schneckenarten, Seespinnen, Anglerfische, Schildkröten, verschiedene Rochen u.v.m. Auch Ammenhaie und sogar Sandtigerhaie, Bullenhaie und Walhaie kann man auf den Kapverden sichten.

Explodierende Farben wie beispielsweise in den Tropen wird man in den Gewässern der Kapverden nicht zu sehen bekommen. Die Unterwasserlandschaft zeigt den vulkanischen Ursprung des Archipels und wird geprägt von schroffen Felsformationen mit Höhlen und Canyons, Spalten und Überhängen.