Costa Rica

Costa Rica ist ein zentralamerikanischer Staat der im Norden an Nicaragua und im Süden an Panama grenzt. Westlich von Costa Rica liegt der Pazifik und im Osten schließt sich die Karibik an. Auf rund 51 000 Quadratkilometern leben in Costa Rica rund  4,8 Millionen Menschen. Die Amtssprache der demokratischen Republik ist Spanisch. Costa Rica gilt als fortschrittliches Land in Lateinamerika, die touristische Infrastruktur ist gut ausgebaut. Die Hauptstadt San José liegt im Zentrum des Landes. Typografisch lässt sich der Staat in fünf Gebiete einteilen: Das Valle Central, die zentrale Pazifikküste, die Provinz Guanacaste im Norden, die Schwemmlandebenen der Karibikküste sowie die vulkanischen Bergketten der Cordilleras. In den Cordilleras gibt es zahlreiche Vulkane, die bekanntesten sind der Turrialba, der Volcan Poas, der Arenal und der Irazu. Mit über 3800 Metern ist der Chirripo Grand der höchste Berg von Costa Rica. Beeindruckend ist auch der Arenal-See, der mit 80 Quadratkilometern größte Binnensee des Landes..


Die Landschaft Costa Ricas ist mit dichten Regenwäldern, mächtigen Gebirgszügen, donnernden Wasserfällen, beeindruckenden Kolonialstädten, zerklüfteten Steilküsten und traumhaften Stränden sehr abwechslungsreich. Fast 30% der Fläche des Landes steht unter Naturschutz. Es gibt mehr als 160 biologische Reservate, Naturschutzgebiete und Nationalparks. Die Nationalparks La Amistad und Guanacaste sind von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt worden. Auch die legendäre Kokos-Insel (Cocos Island), welche rund 500 km vor der östlichen Küste Costa Ricas mitten im Pazifik liegt und als einer der besten Großfischtauchplätze der Welt gilt, wurde zum Weltkulturerbe ernannt.


Ebenso vielfältig wie die Landschaftsformen präsentiert sich die Tier- und Pflanzenwelt Costa Ricas. Zwar ist das Land nur in etwa so groß wie Niedersachsen, zählt jedoch zu den 20 an Biodiversität reichsten Ländern unserer Erde. In den Baumkronen des Regenwalds sind verschiedene Affenarten wie Totenkopfäffchen, Kapuzineraffen und Brüllaffen unterwegs, in den Tiefen des Dschungels schleichen Jaguare, Ozelots und Pumas. Faultiere, Waschbären, Papageien, Kolibris, Fledermäuse, Leguane, Kaimane, Krokodile, Wasserschildkröten, verschiedenste Schmetterlinge und (Gift-)Frösche und Wasservögel wie Streifen- und Schmuckreiher machen nur einen Bruchteil der atemberaubenden Tierwelt Costa Ricas aus.


Auch kulturell hat Costa Rica einiges für die jährlich rund 10 Millionen Touristen zu bieten. Das Land besitzt eine vielseitige Musikkultur mit traditioneller einheimischer Musik, karibische rund lateinamerikanischer Musik. Die costa-ricanische Küche lockt u.a. mit exotischen karibischen Speisen und mexikanischen Einflüssen. Zu den wichtigsten Zutaten zählen Reis, Bohnen und Kochbananen. Der costa-ricanische Kaffee wird in alle Welt exportiert und auch von den Einheimischen, den Ticos, mehrmals täglich gern getrunken. Der Nationalsport Costa Ricas ist Fußball. Eine weitere beliebte Sportart ist das Surfen. Die blauen Ozeane und traumhaften Strände am Pazifik und in der Karibik sind mit zum Teil meterhohen Wellen wahre Surfer-Paradiese.

Anreise

Costa Rica besitzt zwei internationale Flughäfen; den Flughafen Juan Santamaría, rund 20 km westlich der Hauptstadt San José in Alajuela im Zentrum des Landes, sowie den Daniel Oduber Airport der Stadt Liberia in der Provinz Guanacaste im Nordwesten des Landes. Der Flughafen von Guanacaste wird jedoch hauptsächlich von amerikanischen Airlines angeflogen, sodass die Anreise von Deutschland i.d.R. über San José erfolgt. Condor fliegt z.B. von Frankfurt in rund 14h über Santo Domingo (Transitstop) nach San José. Weitere Fluggesellschaften wie KLM, Air France und British Airways steuern Costa Rica regelmäßig an. Die Flüge beinhalten allerdings mindestens einen Stopp, sodass sich die Anreise auf 16-20 Stunden + verlängert.

Klima

Das costa-ricanische Klima ist tropisch bis subtropisch. Das Land teilt sich in eine immerfeuchte Atlantikregion und eine wechselfeuchte Pazifikregion. Es gibt nur zwei Jahreszeiten: Die Regenzeit von Mai bis November und die Trockenzeit von Dezember bis April. Während der Regenzeit regnet es täglich zumeist 2-3h sehr stark, der Rest des Tages ist jedoch i.d.R. sonnig. Die größten Niederschlagsmengen fallen im Oktober und November. Auf der Karibikseite Costa Ricas verhält es sich in etwa umgekehrt: Juni bis Oktober und Januar bis März sind relativ trocken. Die jahreszeitlichen Temperatur-Unterschiede fallen in Costa Rica sehr gering aus. Je nach Region liegen die Temperaturen bei 20-25 Grad, z.B. in San José, und bis zu 25-35 Grad im Norden. Costa Rica kann ganzjährig gut bereist werden, als beste Reisezeit für Badeurlauber und Taucher gelten die Monate Dezember bis April.

Tauchen in Costa Rica

Die angenehmen Wassertemperaturen vor Costa Ricas Küste liegen das ganze Jahr über zwischen 20 und 28 Grad, sodass zum Tauchen und Schnorcheln ganzjährig beste Bedingungen herrschen. Die beste Reisezeit für Taucher sind die Monate Dezember bis April.
Besonders die pazifische Seite des Landes ist eine beliebte Tauchdestination. U.a kommen Taucher in Guanacaste an der Pazifikküste im Norden Costa Ricas auf ihre Kosten. Die abwechslungsreichen Tauchspots des Golfs von Papagayo, rund um die Insel Catalina sowie bei den Pelona Inseln sind schnell und komfortabel zu erreichen. Die Küste vor Guanacaste ist reich an marinem Leben, das Wasser des pazifischen Ozeans ist reich an Plankton, welches zwar die Sichtweiten ein wenig einschränkt, dafür aber faszinierende Begegnungen mit Mantas, Walhaien und anderen Filtrierern ermöglicht. Die Gewässer rund um die wunderschöne Insel Catalina Island bieten die besten Chancen auf Tauchgänge mit gigantischen Mantas, besonders zwischen November und März. Aufgrund der oft rauen Bedingungen an der Oberfläche und den oftmals starken Strömungen, sind Tauchausfahrten nach Catalina Island nur für erfahrene Taucher geeignet.  Auf den actionreichen Drifttauchgängen durch sandige Kanäle und entlang an mächtigen Steilwänden und Felsformationen  trifft man auf zahlreiche Weiß- und Schwarzspitzenriffhaie. Oft können an der Oberfläche Teufelsrochen, Delfine und sogar Walhaie beobachtet werden.


Schöne Tauchplätze bietet auch Canos Island, eine nur 3 Quadratkilometer große Insel, rund 15 km vor Costa Ricas Südwestküste. Die von einer Steilküste umgebene Insel ist bereits seit 1976 Naturschutzgebiet und bietet unter Wasser tausende tropische Fische, farbenprächtige Korallen, Thunfische, Wahoos, Rochen, Schildkröten, Haie, Delfine u.v.m. Das Wasser rund um Canos Island ist besonders klar und ermöglicht eine atemberaubende Sicht auf bizarre Felsformationen, üppigen Hart- und Weichkorallenbewuchs, Höhlen und Arches.
Die legendäre Kokos-Insel (Cocos Island), ein Weltkulturerbe, welches rund 500 km vor der östlichen Küste Costa Ricas mitten im Pazifik liegt gilt als einer der besten Großfischtauchplätze der Welt.